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Graue Panther Wedemark

06.04.2025
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28. Januar 2019, 04:57 Uhr

2. Wrinkled Balls Cup 2019

2. Wrinkle Ball Cup 2019 am 25.01.2019 in Krefeld 
Veranstalter: Old Dogs Bockum
Teilnehmer und Platzierung:
1. Mustangs Cologne
2. Miners Oberhausen
3. Graue Panther
4. Old Dogs 1 (Bockum)
5. Old Samurai (Iserlohn)
6. Old Dogs A (Bockum)
7. Crazy Old Bears (Krefeld)
Spieler der Grauen Panther: Andreas Steinmann (Betreuer), Marc Engelke (G), Dieter Siebter (D), Volker Schmidt (D), Lennart Warnebold (D), Nils Herrmann (F), Didier Conseil (F), Guido Schulze (F), Jan Michaelsen (F)

Ira, unserer bester Mann!
Nebel, Nieselregen, überfrorene Nässe. Die Wedemark bietet ein unversöhnliches Bild. Es ist 05:00 Uhr nachts und in einigen Haushalten klingelt der Wecker – manchen Ortes sogar schon um 4:00 Uhr. Was wollen diese Menschen nur?
Sie wollen weg, raus aus der Tristes des Nichtstun, hinein ins Leben, dorthin wo das Herz des Hockeys schlägt: in den Pott, nach Krefeld.
Das Aufstehen läuft jedoch nicht allen Ortes zufriedenstellend. In Brelingen wird der Wecker überhört und weitergeschlafen. Es ist der schwachen Blase der Ehefrau zu verdanken, die bei der Rückkehr von der Toilette ihren Mann neben sich im Bett bemerkt. Was zu früher Stunde gern gesehen, so es doch ein warmes Plätzchen garantiert, war heut jedoch nicht mehr zu erwarten. Sie weckte den Göttergatten. Und dieser hatte es nun wahrlich eilig. Denn der Fahrer saß schon in Langenhagen in seinem Wagen, suchte gelangweilt im Internet nach Unbekanntem und fand kaum noch dies. Zitat des Fahrers: „Wäre es kein Goalie sondern nur ein Feldspieler gewesen, ich wäre längst losgefahren“. Dank Ira’s Unterstützung und Nilles Beharrungsvermögens konnten aber auch diese beiden die Reise antreten.
Ca. 07:30 Uhr, auf dem Rasthof Rhynern, war die Mannschaft dann komplett. Diverse Truckerfrühstücke, Spiegeleibrötchen und koffeinhaltige Heißgetränke wechselten den Besitzer und so gestärkt wurde die Anreise fortgesetzt.
Das Sportzentrum Horkesgath in Krefeld, die Spielstätte der Skating Bears, der Bulldogs Bockum sowie deren Seniorenabteilungen, wurde pünktlich erreicht. Dem Veranstalter sei gedankt, dass die Grauen Panther erst um 10:40 Uhr in das Turnier eingreifen mussten. Man mag sich ja gar nicht vorstellen, wie die Torwartsituation bei einem früheren Spieltermin ausgesehen hätte.
Umgezogen und voller Motivation stand der komplette Kader vor den Kabinen auf der Galerie und musste mit ansehen, wie ein Spieler zunächst behandelt, dann mit dem RTW abtransportiert wurde. Später wurde bekanntgegeben, dass es sich nicht um die Folgen eines Checks sondern um die eines schlecht funktionierenden Herzschrittmachers handelte. Ob das tröstlich ist, mag jeder selber entscheiden. Zumindest kann man die positive Erkenntnis mitnehmen, Hockey geht auch mit Herzschrittmacher. Dies ist in unserer Altersklasse ja eine relevante Information, die wir gerne zur Kenntnis nehmen. Wir wünschen dem Sportsmann gute Genesung!
Dem nun stark verspätetem Zeitplan war ein gewisser Kaltstart im darauf folgenden Spiel der Panther gegen Oberhausen geschuldet. Ohne ernst zu nehmendes Aufwärmen und ganz ohne Ballkontakt ging es in die Partie. Die Grauen waren sicher als erste an diesem Tage aufgestanden, ausgeschlafen waren sie indess nicht. Dafür voll der Gastfreundschaft, mit der wir Oberhausen ein ums andere Mal zu Torchancen einluden. Irgendwann konnten sich die Miners dieser offenherzigen Avancen nicht mehr erwehren und nahmen dankend an. Mit 0:3 ging der Start vollkommen verdient verloren.
Zudem scheint es bei Volker zur Tradition zu werden, sich bei diesem Turnier im ersten Spiel zu verletzten. Dies Mal ließ er sich etwas ganz Besonderes einfallen, als er sich in einem Zweikampf den eigenen Ellenbogenschoner in die Rippen rammte. Die Folgen ließen sich auch durch die Einnahme hopfenhaltigen Kaltgetränkes nur geringfügig lindern.
In Spiel zwei gegen eines der beiden Gastgeber-Teams, die Old Dogs A, sollte es nun besser werden – so zumindest das Credo in der Kabine. Volker hatte die Runde um das Tor vor dem Spielbeginn mit den Worten „Hallo liebe Gruppe, ich bin der Volker.“ begonnen und da wohl den Nerv seiner Therapiegruppe getroffen. Was dann folgte war sicher keine Offenbarung des Inline-Skaterhockey, aber doch eine Besinnung auf das Wesentliche: Bewegen, Gucken und vor allem Sprechen. Mit so viel Verständnis und Liebe in das Spiel begleitet wurde nun ein 4:2 Sieg eingefahren. 
Es folge nun Teil 1 von insgesamt zwei „Skillcompetitions“. Die Leistung bestand darin, zwei Runden in der Halle zu laufen, was alleine – auch in unserer Altersklasse – keine besonders „skill“ ist. Drum wurde die Übung durch ein k.o.-System ergänzt, welches den nötigen Ernst in die Sache brachte. Jan wurde hier als Freiwilliger festgelegt und hatte schon vor dem ersten Rennen Pech: Die Whitecard, bei 7 Mannschaften unvermeidlich, ging nicht an ihn sondern nach Köln, was sich im Folgenden als wenig hilfreich herausstellen sollte. Im ersten Rennen sprang noch ein ungefährdeter Sieg heraus. Das Halbfinale war dann schon denkwürdig, da beide Teilnehmer zunächst einen Frühstart hinlegten, auf die Entscheidung der Kampfrichter warteten und dann das Rennen fortsetzten. Jan hatte etwas zu lange abgewartet und sich so mit einem gehörigen Rückstand belohnt. Doch es reichte gerade so noch für den Einzug in das Finale. Dort wartete der Mitstreiter aus Köln, welcher unfassbar locker lief und zudem auch noch ein Rennen weniger in den Knochen hatte. Ohne Probleme konnte er das Finale für sich entscheiden und wurde mit einem 50€ Gutschein belohnt. Wir gratulieren herzlich!
2:0 gegen die Crazy Old Bears aus Krefeld…
Im vierten Spiel ging es dann gegen die Mustangs Cologne, die bis dato eine beeindruckend starke Leistung gezeigt hatten. Trotz viel „bewegen, gucken und sprechen“ konnten die Grauen der überlegten Spielweise der Mustangs wenig entgegensetzen. 1:4 ging denn auch das Spiel verloren; man darf sagen „leistungsgerecht“.
Es folgte nun der „Skillcompetition“ zweiter Teil, das Penaltyschießen. Nicht nur die Grauen, auch repräsentativ befragte Spieler anderer Mannschaften, waren mit dem Reglement überfordert. Man erwartete überwiegend, dass der Goalie einer Mannschaft gegen sechs Schützen der anderen Mannschaften antreten müsse. Dies, so ergaben Hochrechnungen, hätte zu 6×6=36 Penalties geführt. So viele Penalties wurden jedoch nicht gezählt, was die Vermutung zulässt, hier wurde ein anderer Modus angewendet. Auch ohne tieferes Verständnis der Regeln mussten wir festhalten, dass Marc hier offenbar nicht gewonnen hatte. 
Dies war für die Grauen jedoch kein ernstes Problem, hatte Marc seine morgentlichen Startschwierigkeiten doch abgeschüttelt und sich zu dem gewohnt starken Rückhalt seiner Mannschaft entwickelt.
Frei nach dem Motto „Aus Niederlagen werden Männer“ ging es im 5. Spiel gegen die Old Samurai aus Iserlohn. Mittlerweile waren alle Mannschaftsteile wach, kannten sich per Vornamen, sprachen viel miteinander und kannten auch schon ein bisschen die Laufwege der Kollegen, was bei dieser und anderen Sportarten ja nicht von Nachteil sein soll. 
Unverändert dürftig war jedoch die Chancenausbeute vor dem gegnerischen Tor. Die als etatmäßige Stürmer verpflichteten Spieler gaben ihr Bestes, scheiterten jedoch an Goalies und Wandverkleidung gleichermaßen. Der Hinweis, man würde bei einem Spiel auf blaue Matten sicher schon mehr Tore erzielt haben, mag zutreffend gewesen sein, half jedoch nicht wirklich weiter. So musste die Verteidigung, allen voran Volker das Toreschießen übernehmen, was dieser auch gerne übernahm. Allerdings war Volker die Halle etwas zu groß, so dass er diese Aufgabe tief aus der eigenen Hälfte heraus mit fulminanten Fernschüssen erledigte. Guido assistierte derweil durch den direkt vor dem gegnerischen Goalie positionierten Edelkörper. Der so ahnungslos gebliebene Goalie wurde dann auch erst durch den Schiri auf das gefallene Gegentor aufmerksam, als dieser den Ball aus seinem Netz fummelte. Diese Taktik führte dann zu einem ungefährdeten 4:0 Sieg gegen Iserlohn.

Derweil litt Volker zunehmend an den Folgen seiner Verletzung aus Spiel 1. Jeder seiner Wechsel wurde von schmerzverzerrtem Gesicht und den Worten „das wars für mich“ begleitet. Da er dennoch gute 10 Wechsel schaffte, blieb die Hoffnung im Team er würde auch Spiel 6 durchhalten können. Als Volker nach dem Iserlohn-Spiel in die Dusche ging, hatte sich diese Hoffnung zerschlagen.
Somit standen die Grauen vor der letzten Begegnung gegen die zweite Mannschaft der Old Dogs aus Bockum vor einer kaum lösbaren Herausforderung: Wer sollte den nun bitte die Tore schießen? Etwa die Stürmer??
Beide Teams waren hinreichend platt, das Spiel forderte von beiden die letzten Anstrengungen. Die Grauen hatten das Glück des psychologisch wichtigen Führungstreffers. Der Ausgleich viel jedoch postwendend. Diesen Rückschlag steckte das Team aber gut weg und ging erneut mit 2:1 in Führung. Es folgten gute Chancen auf beiden Seiten, mit etwas mehr Glück für die Panther, die den 3:1 Endstand erzielten.
Platz 3 war geschafft!
Nur gut, dass Ira unseren Marc geweckt hatte. Da war Ira wohl unser bester Mann ;-)
Nach Duschen und Siegerehrung gab es noch Resteessen und Restetrinken. Ein schöner Ausklang für die geschundene Körper.
Während Lennart, Didier, Dieter und Volker noch eine Nacht in Krefeld blieben, um vermutlich am Sonntagsgottesdienst teilzunehmen, fuhr der Rest mit dem Goldenen Ananas-Pokal zurück in die Wedemark.
Unser Dank gilt den Old Dogs Bockum für die großartige Organisation dieses Turniers! Wir haben es genossen und wir wären gerne wieder dabei!