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Graue Panther Wedemark

06.04.2025
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01. Februar 2020, 13:43 Uhr

3. Wrinkled Balls Cap 2020 in Bockum

3. Wrinkled Balls Cup 2020 in Krefeld, 25.01.2020

Die Grauen Panther durften wieder dabei sein. Fortuna war uns bei der Auslosung holt und so trafen sich verschlafene, schlecht rasierte Herren (über die Damen ist hier nichts bekannt) um 5:50 in Bissendorf bei Kälte und Nieselregen.
Man mag sich an einen morgendlichen Linienbus im ÖPNV erinnern, der zwar vollbesetzt, in dem aber kein Ton zu hören ist. Das Schweigen der Panther. Nun, wir waren ja auch zum Hockeyspielen angetreten. Genug gequatscht, fangen wir an.
So verbrachten wir die drei Stunden Hinfahrt in Sprachlosigkeit.
Die Olddogs hatten ein Einsehen mit den Bissendorfern und hatten unser erstes Spiel auf 10:40 gelegt. Sehr aufmerksam und mit großer Dankbarkeit wahrgenommen!
Spiel 1: Olddogs Bockum / 0:6
Die Gastgeber hatten bereist ein Spiel absolviert und warteten voll Tatendrang auf die Grauen Panther. Vielleicht hätten diese auf der Hinfahrt ja doch etwas Reden sollen. Was? Nun, zum Beispiel wie wir spielen wollen, was Aufgaben von Stürmern und Verteidigern sind, wie man über Bande spielen kann… Aber das hatte ja alles nicht stattgefunden. Und so fanden sich die Grauen in der Rolle einer verschlafenen Selbsthilfegruppe wieder. Keiner nennenswerten Torchance standen unzählige Chancen der Bockumer gegenüber. Wenigstens Goalie Maurice dürfte nach diese Spiel hinreichend wach geworden sein.
Und so ging diese Begegnung mehr als einseitig mit 0:6 verloren. Optimisten schlussfolgerten sogleich, nun könne es ja nur noch besser werden. Was für ein Trost!

Spiel 2: Crazy Old Bears / 1:2
Das Spiel gegen die ähnlich stark einzuschätzenden Crazy Old Bears aus Krefeld zeigte eine deutlich bessere Mannschaftsleistung. Nicht, dass sich Maurice gelangweilt hätte, aber die Defensive war dichter an den Gegenspielern und die Offensive macht erstmal mit eine gegnerischen Torhüter Bekanntschaft.
Und dann passierte, was im letzten Turnier nicht sein sollte: Die Grauen erzielten ein Tor! Was für ein Jubel, was für eine Euphorie. Von dieser Welle getragen trachteten die Grauen nach einem Unentschieden und dem ersten Punkt. Dafür fehlte dann doch noch etwas und so endete das Spiel mit 1:2 denkbar knapp zu Gunsten der Old Bears.

Spiel 3: Fehmarn Islanders / 2:1
Unter dem Motto „the trend is our friend“ sollte nun die Insel erobert werden. Angstgegner Fehmarn Islanders mit dem unverschämt talentierten Herren Schulzeck war unser nächster Gegner.
Keiner konnte hinterher so genau sagen, warum. Aber plötzlich wurden die Gegner frühzeitig aufgenommen und Schulzeck gedoppelt, wo dies nötig erschien. Zudem war das Programm „kontrollierte Offensive“ aktiviert und führte zu zwei Toren durch Lennart. Bemerkenswert für eine Mannschaft, die ja schon fast vergessen hatte, dass richtige Goalies echte Menschen und keine blauen Matten sind.
Letztlich konnten wir den ersten Sieg einfahren und waren der Meinung, dies sei durchaus verdient gewesen.
Spiel 4: Düsseldorf RAMS / 0:0
In den Platzierungsspielen für die Plätze 5-8 trafen wir zunächst auf die RAMS aus Düsseldorf. Über dieses Spiel gibt es eigentlich nichts zu schreiben: Kein Torchancen, keine Tore, kein Zusammenspiel, kein Kampfgeist, ganz viel Nichts. Dies waren die Zutaten aus der Hockeyküche für eine Partie der Art „Not gegen Elend“.
Hier wäre deutlich mehr dring gewesen. Aber vermutlich sehen unsere Gegner dies genau so ;-)
Spiel 5: Old Samurai Iserlohn / 3:1
Das letzte Spiel für die Grauen war gegen die Old Samurai Iserlohn. Unsere Abteilung „Wettbewerbsbeobachtung & Spielstrategie“ hatte einiges in die Kabinenansprache getragen. Die Samurai seien körperlich sehr präsent, schnell, kombinierten gut und hätten auch einen verlässlichen Goalie. Einzige vermeintliche Schwäche wurde in der Anfälligkeit bei schnellen Tempogegenstößen ausgemacht. Die Gesichter der Grauen sprachen dann alle dieselbe Sprache: Hä, wie sollen wir das denn schaffen????
Der Spielverlauf bestätigte dann auch zunächst die Mimik aus der Kabine. Sehr schnell stand es 0:3 und das Spiel schien entschieden.
Nun schien eine Stimme aus dem Off zu den Panthern zu sprechen: „Ihr habt keine Chance! Nutzt sie!“ Und tatsächlich hielten die Grauen nun immer besser gegen, eroberten immer mehr Bälle, kontrollierten den Ballbesitz und versuchten schnell umzuschalten. Das Ergebnis konnte sich dann sehen lassen. Ein herrlich herausgespieltes Tor von Sarah auf Vorlage von Jan war das erste Ausrufezeichen. Ein Pfostenschuss von Lennart bestätigte den Trend. Und dann noch einmal das Duo Sarah/Jan, diesmal leider knapp vorbei. Das hätte schon der Ausgleich sein können.
Am Ende blieb es bei einer 1:3 Niederlage und der mäßig tröstlichen Erkenntnis, da wäre mehr drin gewesen, hätten wir von Beginn an den richtigen Gang eingelegt.
Am Ende erreichten wir den 7. Platz in einem Teilnehmerfeld von 8 Mannschaften. Mathematiker könnten an dieser Stelle erkennen, dass wir Vorletzter wurden. Dem ist aber einiges entgegen zu halten: Wir hatten richtig viel Spaß, haben uns toll verstanden, blieben alle Gesund, hatten großartigen Muskelkater und bekamen einen echt coolen Pokal. Ein prächtiges Ergebnis!
Vielen Dank für die Olddogs für die Ausrichtung dieses Turniers! Das war spitze!
Besonders sei hier die Tombola erwähnt, deren Erlös von 800€ zu Gunsten des Zoos Krefeld gestiftet wurde, dessen Affenhaus kürzlich Opfer einer Himmelslaterne geworden war. Es war sehr ergreifend und authentisch, wie dies Ereignis Jung und Alt berührt hatte.

Wir möchten hier auch den Schiedsrichter erwähnen. Ja, Singular. EIN Schiedsrichter hat das gesamte Turnier geleitet und dabei mehr als sechs Stunden auf der Rolle gestanden. Und er hat es dabei verdammt gut gemacht! Respekt und Kompliment!

Conkurenz
Für die Heimfahrt hatten wir uns ordentlichen Hunger aufgespart, dem es nun dringend zu begegnen galt. Der obligatorische Besuch bei McDonalds in Hamm-Unetrop machte nicht das Rennen. Stattdessen war es Guido gelungen die hungernde Meute für einen Restaurantbesuch in Gütersloh zu begeistern. Das liegt zwar in der Nähe von Bielefeld und weil es ja bekannter Maßen Bielefeld gar nicht gibt lag der Verdacht nahe, auch dieses Gütersloh würde nicht existieren.
Lennart bekam dann den Auftrag zur Tischreservierung, blieb jedoch erfolglos, weil alles ausgebucht sei. Davon wollte sich Guido aber nicht von seinem Plan abbringen lassen und rief noch einmal an, säuselte die Bedienung am Telefon voll, raspelte Süßholz und vermochte so das Unmögliche möglich zu machen: Eine Tischreservierung in einem überfüllten Restaurant in einer nicht existenten Stadt.
Dort angekommen stellten wir fest, dass der Laden wirklich existiert, aber fast leer war. Aber in einem sollte Guido recht behalten: Mal kein FAST-Food-Restaurant. Hinreichend entschleunigt warteten die hungrigen Krieger geduldig auf Ihr Essen. Das war dann auch wirklich gut, viel besser als McDonalds. 
Eine gute Alternative!
Ein toller Tag!
Für die Grauen Panther spielten:
Maurice .. (Goalie), Didier Conseil, Jan Michaelsen, Guido Schulze, Sarah Sperber, Andreas Steinmann, Laura Stenzel, Lennart Warnebold,